Seltene Briefe

 

Dies ist eine sehr frühe (26.10.1939) Postkarte (sogar mit Fallschirmjägern auf dem Motiv) einer Fallschirm-Panzerabwehr Kompanie. Wie auf dem Stempel zu sehen, handelt es sich um die 14. Kompanie des Fallschirmjäger-Regiment 1. Diese Einheit wurde im August 1939 in Stendal aufgestellt (stimmt mit dem Stempel überein!) und war mit sechs Panzerabwehr-Kanonen vom Kaliber 3,7 cm ausgestattet.

Auf der Postkarte ist auch die Feldpostnummer 33157 vermerkt. Laut Kannapin gehörte die Nummer zu dieser Zeit folgender Einheit: Pak 1.Kp. FJR2. Die Einheit wurde meines Wissens jedoch schon umbenannt und als 14. Kompanie vom FJR1 übernommen.

Dieser Faltbrief ist von einem Soldaten der Einheit der Feldpostnummer L21588C. Die Nummer gehörte am 29.10.1942 zur 6. Kompanie FJR5. Die Einheit gehörte zur Fallschirmjäger Brigade Ramcke, welche in Afrika eingesetzt wurde und nur eine Gesamtstärke 3376 Mann hatte.

Nachdem der geplante Sprungeinsatz auf der Insel Malta nicht durchgeführt wurde, konnten die freigewordenen Einheiten in Afrika eingesetzt werden. Rommel benötigte dringend Verstärkungen um den vermuteten Gegenangriff der Alliierten bei El Alamein abzuschlagen.

 

Dieser Brief ist von der Feldpostnummer 49982. Es handelt sich dabei um die 14. Batterie des Fallschirm-Artillerie-Regiments 1.

Die Soldaten dieser Einheit wurden im November 1942 nach Nordafrika gebracht und infanteristisch beim Luftwaffen-Regiment Barenthin eingesetzt. Der Briefumschlag hat keinen Tagesstempel, aber der Inhalt verrät, dass der Brief am 3.4.43 geschrieben wurde, also nur wenige Wochen bevor das DAK kapitulierte. Es scheint Anfang April nicht wirklich viel los gewesen zu sein, hier eine kleine Textpassage:

 Im Augenblick herrscht bei uns eine kaum glaubliche Ruhe, aber viel Vertrauen habe ich nicht dazu, denn alles, was man gerne für ein paar kurze Tage oder Wochen genießen möchte, was  wirklich einmal eine Erholung ist, das wird doch meist nicht wahr und darum lassen wir es eben alle so kommen, wie es gerade kommt.